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Idee

Unsere Mission ist es, ein Netzwerk von Menschen aufzubauen, die sich zur Toleranz bekennen. Die Stele als Symbol hilft, ihre innere Haltung nach Außen sichtbar zu machen. Das Netzwerk der Stelenorte wächst.

Die Stele ist eine sechs bis fünfzehn Meter hohe Stahlkonstruktion mit roten Glaselementen. Entworfen wurde sie vom Wiesbadener Künstler Karl-Martin Hartmann. Ob auf Schulhöfen, an Religionsstätten, auf Firmengelände oder öffentlichen Plätzen – sie fängt den Blick ihres Betrachters ein und regt dazu an, den eigenen Standpunkt zu überdenken. Als Pin lässt sich dieses Symbol für Toleranz auch als persönliches Bekenntnis anstecken.

Die Stele versteht sich im Geiste der „Erklärung von Prinzipien der Toleranz“, wie sie 1995 von den Mitgliedstaaten der UNESCO verabschiedet wurde. Diese Erklärung verweist auf die große, Frieden stiftende und erhaltende Bedeutung der Toleranz. Und sie betont die Wichtigkeit der Bildung für eine Erziehung zur Toleranz. Das Netzwerk „Stelen der Toleranz“ steht unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments.

Lesen Sie weiter im Stelen-Dossier (PDF).

Warum ein künstlerisches Symbol für Toleranz?

Toleranz ist kein stabiler Zustand. Toleranz muss eingeübt werden. Hier kommt die Kunst ins Spiel. Stark in Form und Farbigkeit weckt uns die Stele aus unseren Denkgewohnheiten auf. Wie ein Ausrufezeichen erinnert sie an die Herausforderung der Toleranz. Kunst ist immer eine Übung in Toleranz, denn Kunst konfrontiert uns mit dem Blick des anderen. Kunst ermutigt uns, das Andere kennenzulernen.

Was ist Toleranz? Toleranz bezeichnet die Akzeptanz von Überzeugungen und Handlungen, die vom eigenen Standpunkt aus als falsch angesehen werden. Was wir tolerieren, widerstrebt uns. Toleranz ist nicht Gleichgültigkeit. Um von Toleranz sprechen zu können, müssen uns theoretisch Mittel zur Verfügung stehen, das als falsch Angesehene zu bekämpfen. Toleranz ist nicht Unterwürfigkeit.

Toleranz hat Grenzen.

Uneingeschränkte Toleranz führt zu ihrem Verschwinden. Für uns stecken das Grundgesetz und die allgemeine Erklärung der Menschenrechte diese Grenze ab. Jenseits dieser Grenze gibt es nichts zu tolerieren.

Was bewegt uns zur Toleranz?

Welche Motive kann es geben, Toleranz zu üben? Hier zwei wichtige Gründe:

  1. Wir mögen von der Richtigkeit unserer eigenen Ansichten überzeugt sein. Aber es wohnt eine skeptische Einsicht in uns, dass der andere doch Recht haben könnte.
  2. Toleranz belohnt unser Leben mit Vielfalt. Aus dem zunächst als falsch Angesehenen kann das bereichernde Andere werden.

Toleranz lebt in vielen Lebenszusammenhängen: